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interpretationen |
Das Licht des Gegenwärtigen Bemerkungen zu einigen Bildern von Leander Kaiser Carla Babini, Vienna 2008, Übersetzung Leander Kaiser pages: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | deutsch / italiano |
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An erster Stelle denke ich speziell an die Darstellung und an die „malerische Interpretation“des Lichts. Ein Licht, das bei Piero durchaus plausibel, doch nicht
real, nicht physisch, sondern ein geistiges Licht und zugleich vollkommen mit den
Absichten der Bilderzählung im Einklang ist. Dadurch erreicht Piero eine
außerordentlich poetische Darstellungsweise: in der Welt seiner Malerei steht endlich
der Mensch im Mittelpunkt der Geschichte, als Zeuge und gleichzeitig Hüter der
Gesetze, die den Raum regieren. Von solchen Überlegungen und Einflüssen geht Kaiser ohne Zweifel bei einem in
diesem Sinne beispielhaftes Werk aus. Bei „Nachdenken über Piero“ handelt es sich
um die Neuinterpretation eines Details aus Pieros „Der Traum Konstantins“ (aus dem
Freskensyklus zur „Geschichte des Kreuzes“ in San Francesco zu Arezzo). Ein junger
Mann, der in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen scheint, befindet sich in
einer ungewöhnlichen Szenerie mit bühnenbildartiger Perspektive. Der Raum ist von
warmen tiefen Rottönen erfüllt. Vor dem jungen Mann erhebt sich eine Reihe von
stilisierten Pfeilern, die mich an eine Stadtlandschaft in der Art Boccionis erinnern. |
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