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archiv |
Innsbrucker Gespräche |
Ein Gefühl der Irrealität ist Symptom historischer Orientierungslosigkeit, eines Wirklichkeitsverlusts, der sich nicht minder in der Kunst wie in gesellschaftlichen Handlungsformen zeigt. Diese Stimmung, für die alles in einem Raum ohne Boden schwebt, aufsteigt und fällt, ist von der Finanzkrise der letzten Jahre verstärkt worden. Der Realitätsbezug von Handlungen, Informationen, Bildern und Kunstwerken scheint durch kein Erfahrungskriterium gesichert. Durch das Spiel mit doppelsinnigen Symbolisierungen, willkürlichen Konstrukten und politischen Ambivalenzen reagieren viele Künstler der Gegenwart auf diese Lage - und versuchen damit auch in jene Sphären aufzusteigen, in denen für Kunstwerke irreal hohe Preise bezahlt werden. |
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| Oktober 2011 referat
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