Bericht
Das Symposium Die Kunst der Religion - Die Religion der Kunst hat am 22. und 23. Oktober 2004 am Innsbrucker Landesmuseum Ferdinandeum stattgefunden. Zwei Referenten - Corinna Thierolf und Beat Wyss - mussten im letzten Moment aus verschiedenen Gründen absagen (ihre Beiträge werden jedoch in dem Buch zum Symposium, dessen Erscheinen - wieder im Wilhelm Fink Verlag - bereits fixiert ist, nachgetragen). Trotzdem hatte das Symposium grosse inhaltliche Dichte und hohes Niveau.
Werner Telesko von der österreichischen Akademie der Wissenschaften ist für die Abwesenden eingesprungen und hat ein hervorragendes Referat über Lichtmetaphorik und Erlösungsmythen in der politischen Ikonografie der letzten zwei Jahrhunderte gehalten.
Die Aufklärungen, die Brigitte Borchhardt-Birbaumer über die "ariosophischen" - d.h. von Lanz von Liebenfels (Der Mann, der Hitler die Ideen gab, Wilfried Daim) beeinflusste Ikonographie von Klimts Beethovenfries gab, werden in Zukunft bei der Interpretation dieses Werks kaum zu übergehen sein.
Christian Demand arbeitete in seinem Beitrag die Analogien zwischen religiöser Reformation und der Kunstbewegung der Moderne heraus.
Wolfram Morath-Vogel thematisierte in seinem Referat über die Malerei Max Weilers das Ineins von spiritueller Religiösität und durchaus sinnlicher Weltbejahung.
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